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Gleichzeitig nahm er Unterrichtsstunden für Bildhauerei bei einem
Kölner Künstler. Nach seiner Ausbildung nutzte er die ihm angebotene
Gelegenheit, Mitarbeiter im Werbestudio der Agfa Gevaert in Leverkusen
unter Leitung von Dr. Walter Boje zu werden.
In dieser Zeit entdeckte Walter Sack die Vielfältigkeit der Fotografie,
vor allem die großen Möglichkeiten der Gestaltung mit Licht und Farbe.
Schnell merkte Walter Sack, dass die Werbung für ihn nicht alles sein
konnte, so fing er an, eigene Wege in der Fotografie zu suchen und zu
finden. Die Landschaft wurde sein Objekt, hier fand er das Licht, die
Farbe und die Stille, die er suchte.
So verließ er 1966 dann auch das Werbestudio in Leverkusen und wurde
bis 1967 Lehrer für Berufsfotografie am Agfa-Gevaert Technikum in München.
Nach Ablegung der Meisterprüfung 1968 wagte Walter Sack dann den großen
Schritt in die Selbstständigkeit. Das große Glück zu dieser Zeit bedeutete
das Zusammentreffen mit dem bekannten Grafiker und Designer Otl Aicher,
der ihn in das Erscheinungsbild für die Olympiade 1972 mit einbezog.
Zugleich kamen auch die ersten Einzelausstellungen seiner
Landschaftsbilder zustande, so dass Banken, Industriefirmen und das
Fernsehen auf ihn aufmerksam wurden.
Banken und namhafte Firmen waren die Auftraggeber der ersten
großformatigen Kalender.
Da es Walter Sack nicht ausreichte „Wissen zu speichern", entschied er
sich, von 1974-1978 als Dozent für Fotografie an der Bayrischen
Staatslehranstalt für Fotografie zu unterrichten. Nach seiner Heirat 1978
mit der Fotografin Christel Rüggeberg-Sack und der Geburt des ersten
Sohnes Florian, startete er 1979 zusammen mit seiner Ehefrau erneut ein
Werbestudio bis 1981 in München, danach bis 2005 in Hagen. 1981 wurde der
zweite Sohn Daniel geboren.
Selbst in der Werbung wurde seine Handschrift unverwechselbar,
ästhetisch und handwerklich perfekt, das Licht immer als dominierendes
Gestaltungsmittel einbezogen.
Der Schritt zurück in die Werbung verminderte aber keineswegs sein
künstlerisches Schaffen. Bis 1984 folgten große Einzel- und
Gemeinschaftsausstellungen im In- und Ausland mit seinen
Landschaftsbildern.
1977 erschien auch eine siebenteilige Edition bei der Hilliard
Collection in München. 1980 realisierte das Goethe Institut großartige
Einzelausstellungen in Belgien und Kanada.
1984 wagte Walter Sack den mutigen Schritt zu dem Wechsel von der
Landschaft zur inszenierten Fotografie: „Da der Mensch ein
selbstbestimmendes schöpferisches Wesen ist, der alles Erfahrende durch
die Prozesse der Natur gewinnt, will ich nun anfangen mit den Kräften, die
in uns wirken, gestaltend umzugehen und es in Bildern sichtbar zu machen
und nicht mehr nach vorhandenem in der Landschaft zu suchen."
1993 brachte der Verlag Edition q Buch und Katalog „Dinge in Horizont
und Licht" heraus, in dem Landschaften und inszenierte Fotografie zum
ersten Mal veröffentlicht wurden.
1998 kam eine intensive Auseinandersetzung mit dem Kunsthistoriker
Herrn Dr.
Reinhold Misslebeck zustande, damals Leiter der fotografischen
Kunstsammlung im Ludwig Museum in Köln. Durch ihn wurde seine inszenierte
Fotografie verstanden, gefördert und später in einem Dialog zu seinen
Landschaften unter dem Begriff „ErFindungen" gesetzt und veröffentlicht.
Leider verstarb Dr. Reinhold Misslebeck im Jahr 2002, seine Gedanken
möchte Walter Sack aber fortführen. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit
war Walter Sack seit 1987 bis 2005 Professor für Fotografie an der
Fachhochschule in Dortmund.
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